Allen Betrieben steht in Schleswig-Holstein ein umfassendes und differenziertes Hilfesystem für Suchtkrankheiten und -gefährdungen zur Verfügung. So sind in konkreten Einzelfällen u.a. die Suchtberatungsstellen in den Kommunen Ansprechpartner für Firmen und Unternehmen. Um die Effizienz einzelfallbezogener Maßnahmen am Arbeitsplatz zu sichern, bedarf es jedoch neben externen Unterstützungsangeboten auch betriebsinterne Hilfekonzeptionen.

Nur wenn engagierte Kollegen und Kolleginnen involviert sind, kann suchtkranken Mitarbeiterlnnen auch innerhalb der Betriebe wirksam geholfen werden. Viele Mittel- und Großbetriebe verfügen mittlerweile über ein Angebot betrieblicher Suchtprävention und -hilfe. Dieses reicht von ehrenamtlichen Ansprechpartnern bis zu professionellen betriebsinternen Suchtberatungen. Eingebunden sind in diese Konzeptionen in aller Regel betriebliche Vereinbarungen, die den Umgang mit suchtkranken Mitarbeiterlnnen und auch den betriebsinternen Umgang mit Alkohol regeln und festlegen. Um die Angebote der betrieblichen Suchtprävention und -hilfe in Schleswig-Holstein aufeinander abzustimmen und zu bündeln, haben sich verschiedene Institutionen zu einem Fachverbund Betriebliche SuchtArbeit zusammengeschlossen. Mitglieder dieses Fachverbundes sind:


Das Unterstützungsangebot des Fachverbundes Betriebliche SuchtArbeit besteht aus folgenden Segmenten:
- Vermittlung von Kontakten zu regionalen Beratungsstellen
- Durchführung und Vermittlung von ortsnahen Informationsveranstaltungen
- Beratung bei der Entwicklung institutionsbezogener Hilfekonzeptionen
- Bereitstellung von Materialien und Medien
- Vermittlung von Einzelfallhilfen durch professionelle Suchtberatungsstellen
- Durchführung und/oder Vermittlung von Schulungsmaßnahmen für Vorgesetzte und Personalvertretungen
- Vermittlung von Einzelfallhilfen für Kleinbetriebe
- Begleitung, Fortbildung und Supervision für betriebliche Suchthelferlnnen.

Darüber hinaus bietet der Fachverbund auch intensive Qualifizierungen nach anerkannten Qualitätskriterien an.

Für den öffentlichen Dienst bietet die Leitstelle Suchtgefahren am Arbeitsplatz ein Qualifizierungskonzept für die betriebliche Suchthilfe an. Diese Ausbildungsgänge gewährleisten, dass sich in den Betrieben eine Suchthilfe etablieren kann, die effizient und systematisch auf akute Suchtprobleme reagieren kann.

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